In unserer Igelstation ist derzeit besonders viel los. In den vergangenen Tagen haben wir mehrere Igelbabys aufgenommen, die ohne Mutter gefunden wurden. Sie sind noch viel zu klein, um alleine zu überleben, und benötigen rund um die Uhr intensive Betreuung. Mit viel Liebe und Erfahrung ziehen wir die Kleinen groß, füttern sie in kurzen Abständen, halten sie warm und kümmern uns um ihre medizinische Versorgung.
Neben den Jüngsten haben auch andere hilfsbedürftige Igel ein vorübergehendes Zuhause bei uns gefunden. Jeder von ihnen wird individuell versorgt und so gestärkt, dass er später in der Natur wieder eigenständig leben kann. Unser Ziel ist es, allen unseren Schützlingen die bestmöglichen Voraussetzungen für ein gesundes und freies Leben zu geben – und sie in die Wildnis zu entlassen, sobald sie dafür bereit sind.
Igelbabys sind auf die Fürsorge ihrer Mutter angewiesen – ohne sie können sie nicht überleben. Werden sie verwaist, müssen sie in einer Pflegestation wie der unseren mit der Flasche aufgezogen werden. Dabei brauchen sie nicht nur regelmäßig Nahrung, sondern auch Hilfe bei einer ganz alltäglichen Sache: Wie viele Säugetierbabys können kleine Igel anfangs nicht selbstständig Urin absetzen. Erst durch sanfte Bauchmassage nach dem Füttern können sie „Pippi machen“. Diese intensive Pflege ist rund um die Uhr notwendig – mit viel Geduld, Wärme und Liebe, bis die Kleinen groß und stark genug für ein Leben in Freiheit sind.


